3.2 Übergang in die Schule

Übergang Kindergarten – Schule

Während sich die meisten Kinder auf die Schule freuen, mischt sich bei vielen Eltern in die Freude und den Stolz über ihr „Schulkind“ auch Wehmut und Traurigkeit über das Ende einer unbeschwerten Kindheit.
Eltern möchten den Schuleintritt und die Schullaufbahn ihres Kindes möglichst optimal gestalten, sie suchen im Vorfeld

  • Information im Kindergarten, bei anderen Eltern, in der Schule
  • Sicherheit über den Entwicklungsstand, die Schulreife ihres Kindes
  • Kontinuität, sie wollen, dass die Kinder mit den Freunden 
         eingeschult werden
     

Und so gestaltet der Kindergarten
den Übergang zur Schule

An der Planung dieses Projekts sind sowohl das Kindergartenpersonal als auch die Kinder beteiligt. Die Forderungen der Kinder in den letzten Monaten der Kindergartenzeit können nur mit einem höheren, den Interessen der Vorschulkinder angepasstem, Angebotsniveau befriedigt werden, sollen sie den Kindergarten bis zum letzten Tag gern besuchen. Viele Spiele, Aktivitäten und Unterweisungen haben schulischen Charakter. Das Kind soll am Ende der Kindergartenzeit bereit sein, ein Schulkind zu werden. Ein fertiges Schulkind wird es erst in der Schule. Wenn es den Übergang bewältigt hat, kann es die Angebote, die ihm die Schule für seine geistige, soziale und körperliche Entwicklung bietet, altersgemäß nutzen. Zur Bewältigung des Übergangs beinhaltet unser Projekt

„Hurra, ich werde ein Schulkind“

folgende Angebote:

  • die gesamte Entwicklung, die ein Kind zu Hause und im Kindergarten erfahren hat, besitzt Einfluss auf das spätere Leben und somit auch auf die Schulzeit. Daran beteiligt sind alle altersgemäßen Erfahrungen bezogen auf den geistigen, sozialen und körperlichen Bereich. Dem tragen wir in der Kindergartenzeit ihres Kindes Rechnung.
  • Wir spielen Schule. Diesen Wunsch äußern fast alle Vorschulkinder. Wir stellen Raum und Material bereit, unterstützen die Aktivitäten durch Gespräche, Erzählungen, Geschichten, Bilderbücher, Erlebnisse und anderes mehr.
  • Wir gehen in die Schule, lernen den Schulweg, einen Klassenraum, eine Lehrkraft und den Schulhof kennen.
  • Wir nehmen am Unterricht teil, werden aktiv eingebunden. Die Lehrkraft ist in diesem Moment schon Ansprechpartner für die Kinder.
  • Für Eltern gibt es schon ½ bis ¾ Jahr vor der Einschulung einen Informationselternabend mit den Erstklasslehrern in der Schule.
  • Eltern, Schule und Kindergarten sind im Gespräch, wenn ein noch nicht schulfähiges Kind in eine andere Einrichtung soll oder eine Zurückstellung in den Kindergarten angeraten ist. Bedarf das Kind einer sonderpädagogischen Betreuung, ist dies meist schon vor dem Aufnahmeverfahren in der Schule abgeklärt.

Was den Übergang in die Schule erleichtert

Ein Vorschulkind sollte

  •  neugierig, experimentierfreudig und risikobereit sein
  • Bildungs- und Wissensinhalte auffassen, logische Zusammenhänge erfassen können und bei Bedarf wiedergeben
  • Selbständigkeit in lebenspraktischen Dingen zeigen, z. B. Ankleiden, Schuhe binden, Essen, Basteln, Spielen, Materialbeschaffung, auf persönliche Dinge achten
  • feinmotorisch geschickt sein, z. B. im Umgang mit Stift und Schere, Besteck, Werkzeuge, Materialien usw.
  • eine gute Grobmotorik, fließende, harmonische Bewegungsabläufe, gute Koordination aller Gliedmaßen, der Tätigkeit angepasste Bewegungen aufzeigen
  • begonnene Arbeiten in einem bestimmten Zeitraum erledigen können
  • sich artikulieren, äußern, zuhören, kommunizieren und konzentrieren können
  • Entwicklung in Phantasie, Kreativität und Eigeninitiative zeigen
  • über eine gute Frustrationstoleranz verfügen, d. h. nicht gleich ungehalten werden und überreagieren, wenn etwas nicht gefällt
  • voragieren, sich aber auch zurücknehmen können, wenn es angebracht ist
  • hilfsbereit und kooperativ sein ohne die eigenen Interessen in den Hintergrund zu drängen
  • soziale Verhaltensweisen üben ohne die eigenen Bedürfnisse aufzugeben
  • einen distanzierten aber vertrauensvollen Bezug zu Erwachsenen im außerhäuslichen Bereich aufbauen
  • positive Einstellung der Eltern (Familie) zur Schule gegenüber dem Kind zeigen