4.2.1 Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

 

Wertorientierung und Religiosität

Die Persönlichkeitsentfaltung auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes sind für uns Maßstab und Richtschnur unseres pädagogischen Wirkens. Diese erkennt jedes Kind als einzigartiges Subjekt mit enmaliger Würde an.

Kinder entwickeln ihr Gewissen und ihre moralischen Überzeugungen nicht aus sich selbst heraus. Sie erwerben sie in einem langen dauernden Prozess in Auseinandersetzung mit den moralischen Forderungen ihrer Umwelt. Die Wertvorstellungen der Eltern, die Art ihrer Beziehung zum Kind und schließlich ihr Vorbild haben dabei entscheidenden Einfluss darauf, ob sich im Kind ein schwaches, normales oder überstrenges Gewissen anbildet. Hier liegt eine große Verantwortung, zugleich aber eine große Chance der Eltern und Erzieher.

 

Im zweiten Lebensjahr werden an ein Kind die ersten Forderungen gestellt. Seine Eltern erwarten, dass es den Schrank nicht ausräumt und nicht mit beiden Händen im Essen rührt. Es selbst sieht allerdings nicht ein, warum es dies nicht tun sollte.

Obwohl die ersten Gebote und Verbote zu einem Zeitpunkt ausgesprochen werden, zu dem sie vom Kind noch nicht eingesehen werden können, werden sie meist doch befolgt. Aber zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr beginnt das Kind die geforderten Verhaltensregeln zu akzeptieren. Es akzeptiert Werturteile wie „richtig und falsch“, „lieb und böse“, „erlaubt und verboten“. Das Kind hat sich mit bestimmten Wertvorstellungen und Normen seiner Erzieher identifiziert und sie verinnerlicht, d. h. es hat sie sich zu eigen gemacht. Je liebevoller und einfühlsamer die Eltern mit ihrem Kind umgehen, desto problemloser verläuft dieser Prozess. Zwar verhält sich das Kind noch längst nicht immer diesen Normen entsprechend, aber es weiß, wann es gegen sie verstoßen hat und fühlt sich schuldig. „Gewissensbisse“ stellen sich ein, auch wenn seine Eltern oder anderen Erwachsene nicht in der Nähe sind.

Wir erreichen dies durch:

  • Erlebnisse des Kirchenjahres (Weihnachten, Ostern usw.)
  • Geschichten und Bilderbücher 
  • Erfahrungen von religiösen Werten 
  • Gespräche Wertorientiert
  • Rollenspiel
  • Vorbildfunktion
  • Naturbeobachtungen
  • Naturerlebnisse
  • Nachahmung, Vorbilder
  • Gottesdienste
  • Religionspädagogische Angebote
  • Meditationen, Phantasiereisen