1.2 Situation der Kinder und Familien in der Einrichtung und im Einzugsgebiet


Eine Grundlage unserer Arbeit im Kindergarten „Maria de la Paz“ ist der Bildungs- und Erziehungsplan, das teiloffene System und der autoritative Ansatz. Das setzt voraus, dass dem Kindergartenteam das Lebensumfeld der Kinder und deren Familien bekannt ist. Die Einrichtung befindet sich in einer ländlichen Gegend und wird von Kindern aus dem Marktbereich Au-Hallertau und deren umliegenden ehemaligen Gemeinden besucht. Der Markt Au i. d. Hallertau selbst hat 3.500 Einwohner und die ehemaligen Gemeinden 1.500 Einwohner.

Längst setzt sich die Einwohnerschaft nicht mehr nur aus „Einheimischen“ zusammen. In unserem Gemeindebereich wohnen Menschen aus ca. 70 verschiedenen Nationen. Inzwischen beträgt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in unserer Einrichtung ca. 25 Prozent. Die Nachbarschaftshilfe greift aber lange nicht mehr so, wie das früher der Fall war. Nur ein Teil der Kinder hat noch Großeltern vor Ort, auf deren Hilfe berufstätige Eltern oder Alleinerziehende zurückgreifen können. So werden die Kinder meist schon im Alter von 2,75 bis 3 Jahren im Kindergarten angemeldet.

Die Erzieherinnen müssen in ihrer Arbeit die Belange der einheimischen, zugezogenen und ausländischen Bürger berücksichtigen. Es gilt Traditionen des bisher örtlichen Lebens zu erhalten, aber auch Neuerungen und Veränderungen zuzulassen. Unterstützt werden sie dabei vor allem im kulturellen Bereich von vielen Einrichtungen, Vereinen, Geschäften und Institutionen.

Der Kindergarten führt infolgedessen kein Inseldasein. Es gibt viele Möglichkeiten die Kinder, auch in Zusammenarbeit mit den oben genannten Einrichtungen, am örtlichen Leben und Geschehen teilhaben zu lassen und sie so mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen.